Stadt, Kultur und die ganz große Bühne
Ausflüge und kulturelle Erlebnisse sind fester Bestandteil von PlanBildung. Für viele Teilnehmende sind sie etwas ganz Besonderes und öffnen Türen zu neuen Orten, Perspektiven und Begegnungen. Dorothea Reckerth, Pädagogin im Förderprogramm PlanBildung, berichtet von einem Tag in Düsseldorf, der noch lange nachwirkt.

Es ist ein kühler Freitagmorgen im Februar, als sich 30 Teilnehmende von PlanBildung auf den Weg nach Düsseldorf machen. Die Schüler*innen der Hermann-Voss-Realschule Wipperfürth und der Kölner Willy-Brandt-Gesamtschule erwartet heute ein Programm, das Stadtgeschichte, kulturelle Vielfalt und Theater verbindet.
Auf den Spuren der Stadtgeschichte
Erste Station ist die römisch-katholische Kirche St. Lambertus, das älteste Gebäude der Stadt. Schon beim Näherkommen zieht der markante, leicht gedrehte Kirchturm die Blicke auf sich. Um seine ungewöhnliche Form ranken sich zahlreiche Legenden. Die besondere Atmosphäre des Ortes lädt zum Innehalten ein und eröffnet zugleich einen lebendigen Zugang zur Stadtgeschichte.
Von dort aus führt der Weg ans Rheinufer. Die Gruppe nimmt Kurs auf die Altstadt. In Kleingruppen erkunden die Schüler*innen eigenständig das Herz Düsseldorfs: Kopfsteingepflasterte Gassen, historische Fassaden, gemütliche Cafés und kleine Geschäfte – die Stadt wird zur Entdeckungsfläche. Verantwortungsbewusst und neugierig sammeln die Jugendlichen Eindrücke und tauchen selbstständig in das Stadtleben ein.

Japan am Rhein
Einige Gruppen zieht es ins Japanviertel rund um die Immermannstraße. Zwischen japanischen Supermärkten, Buchhandlungen und Restaurants eröffnet sich eine ganz andere Facette Düsseldorfs. Schaufenster voller leuchtender Manga-Figuren, kunstvoll gestalteter Mini-Süßigkeiten und Speisekarten, die verlockend Sushi, Ramen und andere japanische Köstlichkeiten präsentieren. Die Schüler*innen tauchen ein in eine andere Welt, probieren Snacks und entdecken die Vielfalt japanischer Produkte. Für viele ist es ein überraschender Perspektivwechsel und ein anschauliches Beispiel dafür, wie international und vielseitig eine Stadt sein kann.

Hinter den Kulissen
Am Nachmittag öffnet das Capitol Theater seine Türen für einen theaterpädagogischen Workshop. Die Schüler*innen erhalten exklusive Einblicke hinter die Kulissen von Düsseldorfs größtem Theater. Sie erfahren, wie viele Menschen und Arbeitsschritte an einer professionellen Produktion beteiligt sind: Technik, Maske, Bühnenbild und Regie – es wird deutlich, wie viele Hände und Köpfe es braucht, um ein Stück auf die Bühne zu bringen. Was später oft so mühelos wirkt, ist das Ergebnis sorgfältiger Planung und echter Teamarbeit.

Wenn sich der Vorhang hebt
Am Abend folgt schließlich der Höhepunkt des Tages: das Musical Mrs. Doubtfire. Humorvolle Szenen wechseln sich ab mit berührenden Momenten, mitreißende Songs sorgen für Begeisterung im Saal. Es wird gelacht, mitgefiebert und begeistert applaudiert.
Auf der Rückfahrt ist es alles andere als still: Lieblingsszenen werden noch einmal lebhaft nacherzählt und einige Schüler*innen äußern bereits den Wunsch nach einem nächsten Theaterbesuch – ein schöneres Kompliment kann es kaum geben.
Kurz vor Mitternacht erreicht die Gruppe wieder die Schule – müde, aber voller Eindrücke. Ein intensiver Tag liegt hinter uns, der wieder mal gezeigt hat, wie inspirierend Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers sein können.
